Conference | Kunst um 1800
In connection with the exhibition Art around 1800: An Exhibition about Exhibitions in Hamburg, as noted at ArtHist.net:
Kunst um 1800
Hamburger Kunsthalle, 29–30 January 2026

François Gérard, Ossian am Ufer der Lora beschwört die Geister beim Klang der Harfeum, 1810, oil on canvas, 211 × 221 cm (Hamburger Kunsthalle; photo by Elke Walford).
Der Workshop findet im Rahmen der Ausstellung Kunst um 1800. Eine Ausstellung über Ausstellungen statt, die den gleichnamigen Zyklus der Hamburger Kunsthalle in den Mittelpunkt stellt: Von 1974 bis 1981 widmete sich die legendäre Ausstellungsreihe in neun Teilen der Wirkmacht von Kunstwerken im „Zeitalter der Revolutionen“ und prägte Debatten über die gesellschaftliche Relevanz von Kunst, die bis heute nachwirken. Die Ausstellungen revidierten Narrative der europäischen Kunstgeschichte, indem sie Themen und Künstler ins Zentrum stellten, die mit den Konventionen ihrer Zeit brachen: Ossian, Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Füssli, William Blake, Johan Tobias Sergel, William Turner, Philipp Otto Runge, John Flaxman und Francisco Goya. Die gegenwärtige Ausstellung Kunst um 1800 kommentiert und aktualisiert aus einer heutigen Perspektive die historischen Ordnungen und Präsentationen der Dinge, die unter der Regie des damaligen Direktors Werner Hofmann entstanden. Dazu werden über 50 Gemälde, Bücher und graphische Arbeiten der Sammlung der Kunsthalle aus der Zeit um 1800 in ein Zusammenspiel mit über 70 ausgewählten Leihgaben und Werken zeitgenössischer Künstler:innen gebracht. Das komplexe Gefüge im Kuppelsaal versteht sich als eine kritische Edition der Ausstellungen der 1970er Jahren und unternimmt zugleich einen Remix der künstlerischen Formen und Formate um 1800.
Bis zum 29. März 2026 entfaltet Kunst um 1800 in zehn Stationen mit damals gezeigten Werken ein Panorama der Epoche und widmet sich Themen wie Aufklärung, Gewalt, Träumen, politischer Landschaft, Industrialisierung sowie Revolution und Freiheit – stets aus heutiger Perspektive. Diesen Fragen geht auch der interdisziplinäre Workshop nach. In dieser Veranstaltung setzen sich Künstler- und Wissenschaftler:innen mit dem historischen Zyklus, der Musik um 1800, forschendem Kuratieren und historischen Leerstellen auseinander. So werden punktuell Aspekte betont, die im Zyklus der 1970er Jahre fehlten oder nur ansatzweise zum Vorschein kamen, jedoch für die Zeit um 1800 relevant sind: Der Kampf um Frauenrechte, die jüdische Aufklärung, Kolonialismus, Sklaverei, Abolitionismus und die Haitianische Revolution.
Eine Veranstaltung von Petra Lange-Berndt, Kunstgeschichtliches Seminar der Universität Hamburg, und Dietmar Rübel, Akademie der Bildenden Künste München, in Zusammenarbeit mit und der Hochschule für Musik und Theater sowie der Hamburger Kunsthalle. Der Eintritt zum Liederabend und zur Tagung ist frei.
Mit freundlicher Unterstützung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, der Franz Wirth-Gedächtnis-Stiftung und der Liebelt-Stiftung, Hamburg.
d o n n e r s t a g
19.00 Begrüßung — Alexander Klar (Direktor der Hamburger Kunsthalle)
Ossian und die Musik um 1800
Lieder u. a. von Franz Schubert, Joseph Haydn und Nan-Chang Chien nach Texten von u. a. James Macpherson, Matthäus von Collin, Anne Hunter, Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Gottlieb Klopstock und Ludwig Rellstab; Konzept: Burkhard Kehring (Hochschule für Musik und Theater Hamburg)
Einführung — Ivana Rentsch (Institut für Historische Musikwissenschaft, Universität Hamburg)
Musikerinnen, Studierende der Hochschule für Musik und Theater: Anna Bottlinger (Sopran), Yi-Wen Chen (Klavier), Chen-Han Lin (Countertenor), Rita Rolo Morais (Sopran), João Sousa (Klavier)
f r e i t a g
10.15 Begrüßung — Petra Lange-Berndt (Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg) & Dietmar Rübel (Akademie der Bildenden Künste München)
10.30 Hans Hönes (History of Art, University of Aberdeen) — Blick auf die Insel: Deutsch-britische Dialoge
11.15 Elisabeth Ansel (Institut für Kunstwissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena) — „Gälische Überreste“: Ossian, Kolonialismus und die Schattenseiten der Romantik
12.00 Marten Schech (Künstler, Berlin) — Eine Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt. Die An-, Ein- und Umbauten für die Ausstellung Kunst um 1800
12.45 Mittagspause
14.00 Lucas Stübbe (Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg) — Körper, Kolonialismus und Kunst um 1800. Eine kritische Impulsführung
14.45 Uta Lohmann (Institut für Judaistik, Universität Hamburg) — Moses Samuel Lowe und Benedict Heinrich Bendix. Zwei jüdische Künstler um 1800
15.30 Kaffeepause
16.00 Lea Kuhn (Zentralinstitut für Kunstgeschichte München) — Marie-Gabrielle Capet: Kunst der Konstellation
17.00 Ende der Tagung
Exhibition | Satirical Prints in Georgian London and Dublin
The exhibition recently closed in Dublin with the catalogue available from Churchill House Press and Centro Di:
Artists and Pirates: Satirical Prints in Georgian London and Dublin
Irish Architectural Archive, Dublin, 13 November 2025 — 8 January 2026
Curated by Silvia Beltrametti and William Laffan
Single-sheet satire emerged in the louche milieu where politics and high society of late Georgian London intersected. Artists such as James Gillray (1756–1815) and Thomas Rowlandson (1757–1827) combined devastating wit with graphic brilliance to lampoon the great and the good, the vain and the vacuous, creating timeless images inspired by moments of fleeting controversy or scandal. Availing of a legal loophole under which copyright law protecting images did not apply to Ireland, a business of pirating caricatures by London satirists also flourished in Regency Dublin. The work of these Dublin plagiarists—which though derivative is paradoxically inventive and vibrant—as well as prints of Irish subject matter by English caricaturists such as Gillray, is the subject of this exhibition and the accompanying publication. Caricature dealt with the great political issues of the day, including religious toleration and contested concepts of liberty, but was also a vehicle to explore less elevated and often risqué (sometimes scatological or pornographic) subject matter. Single-sheet satire, Georgian England’s greatest artistic innovation, and its smaller but still dynamic offshoot in early nineteenth-century Dublin offer a fascinating—and very funny—chronicle of the human comedy.
Silvia Beltrametti and William Laffan, eds., Artists and Pirates: Satirical Prints in Georgian London and Dublin (Fenit, County Kerry: Churchill House Press with Centro Di, 2025), 184 pages, ISBN: 978-8870385939, €30. With additional contributions by James Kelly (Professor of History at Dublin City University), David Fleming (Professor of History at the University of Limerick), and Ben Casey (PhD candidate, University of Maynooth).
◊ ◊ ◊ ◊ ◊
Note (added January 2026) — The Centro Di website suggests that the exhibition will open at the Driehaus Museum in Chicago in May 2026, though the museum’s website makes no mention of it.



















leave a comment