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Exhibition: Lisiewsky, Court Painter in Anhalt and Mecklenburg

Posted in books, catalogues, exhibitions by Editor on October 21, 2010

From the Palace of Mosigkau website:

Teure Köpfe: Lisiewsky,​ Hofmaler in Anhalt und Mecklenburg
Schloss Mosigkau, Dessau Wörlitz, Germany, 29 August — 31 October 2010

Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky, "Portrait of Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau," 1762

Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky (1725-1794) zählt zu den bedeutendsten Porträtmalern des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Als „das Resultat unermesslichen Fleißes und den Triumph der Prosa in der Malerei” bezeichnete sein berühmter Zeitgenosse, der Bildhauer J. G. Schadow, das Werk Lisiewskys. Ob Schadow mit seinem wohl ironisch gemeinten Urteil die künstlerische Leistung richtig einzuschätzen wusste, sei dahin gestellt. In der gemeinsamen Ausstellung der Kulturstiftung DessauWörlitz und dem Staatlichem Museum Schwerin werden erstmals die herausragenden Malqualitäten des Künstlers gewürdigt.

Lisiewsky überzeugt aus heutiger Sicht mit seiner neuartigen, ganz eigenständigen Darstellungsweise auch im Vergleich mit anderen großen Bildnismalern des 18. Jahrhunderts – wie Antoine Pesne zuvor und Anton Graff nach ihm. Seine Porträtauffassung löste sich allmählich von den barocken Stereotypen der Inszenierung und Idealisierung. Durch seinen realistischen, teils naturalistischen Vortrag praktizierte Lisiewsky frühzeitig den Übergang zum Klassizismus. Seine von Porträtierten beschriebene, sorgfältige und aufwendige Arbeitsweise, die brillant ausgearbeitete Stofflichkeit und die genaue Wiedergabe der charakteristischen Physiognomie, Körpervolumina und -haltung, führen zu einer nahezu greifbaren Präsenz des Dargestellten.

Palace of Mosigkau (Wikimedia Commons)

Lisiewsky entstammte einer polnischen Malerfamilie, die mehrere angesehene Mitglieder hervorgebracht hat. Von 1752 bis 1772 war der Künstler als Hofmaler in Dessau tätig. In dieser Zeit führte er auch Bildnisaufträge für einen bürgerlichen Kundenkreis wie Kaufleute, Universitätsprofessoren und Theologen in Berlin und Leipzig aus. 1778 wurde der Porträtmaler an das mecklenburgische Fürstenhaus nach Ludwigslust berufen, wo er 18 Jahre bis zu seinem Tod wirkte.

Information on exhibition programming is available here»

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Gert Bartoschek, et al., Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky (1725-1794), exhibition catalogue (Munich: Deutscher Kunstverlag, 2010), 280 pages, ISBN: 9783422070363, $65.

The eighteenth-century painter Christoph Reinhold Friedrich Lisiewsky attained the realistic effect of physical presence in his portraits through a painting method that required many sessions. This richly illustrated catalogue is the first monograph on the painter.

The catalogue is available through artbooks.com.

Reviewed: ‘The National Gallery in Wartime’

Posted in books, reviews by Editor on October 21, 2010

In 1939, London’s National Gallery was closed, and some 1800 works of art were evacuated from the city. Suzanne Bosmann tells the story . . . Recently added at Cercles:

Suzanne Bosman, The National Gallery in Wartime (London: National Gallery, 2008), 127 pages, ISBN 9781857094244, $24.95.

Reviewed by Antoine Capet, Université de Rouen.

. . . . Why the Gallery came to be emptied of its permanent collections, how this was effected, where the collections were re-located and what ideas the enterprising Kenneth Clark found to partially fill it and continue to give it an active life – these are the guiding threads of this profusely-illustrated, very attractive large-size paperback. . . .

The full review is available here»